3. Für ein soziales und ökologisches Remscheid
DIE LINKE setzt sich ein für ein attraktives und lebenswertes Remscheid, in dem Verkehrsplanung, Wohnungsbau, Wirtschaftsförderung, Naherholung, öffentliche Einrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten aufeinander und auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abgestimmt sind. Remscheid muss eine zukunftsorientierte nachhaltige Stadtplanung unter möglichst weitgehender Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger entwickeln, die versucht, neue soziale und ökologische Schäden zu vermeiden und alte zu reparieren und die auch die demographische Entwicklung berücksichtigt. Im Zweifelsfall muss Ökologie Vorrang vor Ökonomie haben. In der bisherigen Remscheider Stadtplanung sind klare Zielstrukturen leider nicht zu erkennen. In Teilen zeichnet sie sich aus durch chaotische und kostenintensive Zick-Zack-Planungen (z.B. Markt, Hauptbahnhof), Ökologiefeindlichkeit und hohen Flächenverbrauch (Blume, Ausweisung neuer Wohngebiete) aus. Viele Bürger empfinden insbesondere die Remscheider Innenstadt als verbaut und unattraktiv, während die Randbezirke und die nähere Umgebung Remscheids als landschaftlich schön eingestuft werden. Dieses Kapital darf die Stadtplanung durch weiteren Flächenverbrauch nicht auch noch verspielen.
DIE LINKE tritt ein für:
- Konsequente Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern bei der Stadtplanung;
- Stopp unnötigen Flächenverbrauchs: Vorrang des Flächenrecyclings auf bestehenden Industriebrachen und bei Wohnungsleerstand vor Ausweisung neuer Industrie- und Wohnflächen;
- Stopp der geplanten Industriegebiete Blume und Gleisdreieck;
- Stopp der Ausweisung neuer Wohngebiete in den Randbezirken;
- eine enge Verzahnung von Arbeit, Wohnen und Freizeit: kurze Wege in Stadt und Quartiere entlasten Mensch und Umwelt und erhöhen insbesondere für ältere und behinderte Bürgerinnen und Bürger die Lebensqualität in unserer Stadt;
- großzügige Unterstützung der Jugend- und Bürgerzentren, insbesondere eine gute personelle Ausstattung;
- konsequente Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs;
- barrierefreien Zugang zu Bahnhof und Zug;
- den Erhalt und Ausbau der RB47;
- Verkürzung der Taktzeiten beim Busverkehr und eine bessere Versorgung der Randgebiete;
- günstigere Preise im öffentlichen Nahverkehr: Mobilität im lokalen Raum und in der näheren Umgebung muss grundsätzlich für alle Teile der Bevölkerung erschwinglich sein;
- Vorrang für den Erhalt von Verkaufsflächen gegenüber der Schaffung immer neuer Verkaufsflächen
