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10. Kultur für Alle

Kultur ist das, was unser aller, gemeinsames Leben ausmacht. Als elementare Grundlage freier Selbstentfaltung und gesellschaftlicher Teilhabe bestimmt sie
unsere alltägliche Lebensqualität. Im engeren Sinne versteht sich der traditionelle
Begriff „Kultur“ als ein Feld eher musischer Lebensäußerungen. In Theatern,
Orchestern, Museen, Bibliotheken, Volkshochschulen sowie Musik- und Kunst- schulen wird dieser Begriff erlebbar.

Für  DIE LINKE. Remscheid gehört es zur kommunalen Daseinsvorsorge, dieses Feld nicht nur zu schützen, sondern so auszubauen, dass es als wesentlicher
Bestandteil allgemeiner Bildung allen Menschen unbegrenzt zugänglich ist und
kulturelle Mitgestaltung gefördert wird.

Der Ausbau kultureller Infrastruktur muss von mehr Toleranz und Verständnis
geprägt sein, damit weitere Nutzergruppen – Migrantinnen und Migranten,
Hartz-IV-Empfänger, ältere Menschen mit nur geringer Rente und Kinder aus
finanzell schwachen Familien – keine Ausgrenzung erfahren.

DIE LINKE. Remscheid tritt für die Stärkung der lebhaften Remscheider Kulturszene ein.
Wir haben z.B. die von den gegenwärtigen Rathausparteien beschlossene Schließung der Stadtteilbibliothek Lüttringhausen von Anfang an bekämpft - die nun im Bibliotheksbereich anstehenden Etat- und Personalkürzungen lehnen wir ebenso entschieden ab, wie wir auch etwaige Kürzungen in anderen Bildungs- und Kulturbereichen ablehnen. Denn Kultur ist kein Luxus, sondern von zentraler Bedeutung für das Leben der Menschen!

DIE LINKE. Remscheid fordert:

  • Musik- und Kunstschule, Öffentliche Bibliothek, Teo Otto Theater, StädtischeGalerie, Röntgen-Museum, Haus Cleff, Werkzeugmuseum, Stadtarchiv in städtischer Trägerschaft zu sichern und zu stärken, die Privatisierung öffentlicher Kultureinrichtungen zu verhindern;
  • Planungen bezüglich einer Zusammenlegung der Kultureinrichtungen von Remscheid, Wuppertal und Solingen - als heimlichen Einstieg in die Fusion der drei bergischen Städte - einzustellen;
  • die Zuschüsse für das Orchester ebenso beizubehalten bzw. im Bedarfsfalle aufzustocken wie auch die Fördermittel für freie Kultureinrichtungen (WTT, Rotationstheater, Galerie im Bhf Lennep u.a.;
  • mehr kulturelle Mitbestimmung durch Stärkung gesellschaftlicher Beteiligungsprozesse;
  • die Wiederherstellung des Anfang der 90er Jahre eingeschlafenen städtischen Kunstbeirates als Kunst- und Kulturbeirat; (in diesem Gremium sollten als Fachleute Architekten, Bildende Künstler, Kunsterzieher und andere Kulturschaffende für die Bereiche Ästhetik des Städtebaus, Kunst am Bau, sowie Städtische Kunstsammlung beratend tätig werden.);
  • die rechtzeitige Einbeziehung von Bildenden Künstlern in öffentliche Bauprojekte (öffentliche Ausschreibung) zwecks Integrierung künstlerischer Artefakte;
  • die Wiedereinrichtung einer städtischen Kunst- und Kulturkoordinierungsstelle (Kultur-Service / Kulturamt) als einer Vermittlungsstelle zwischen „freier“ und „öffentlicher“ Kulturszene;
  • die Zahlung von Honoraren für Ausstellungen in städtischen Einrichtungen an Künstlerinnen und Künstler, damit sie für diese Arbeit entlohnt werden;
  • die städtische Unterstützung und Förderung kostengünstiger Atelierräume;
  • die Wiedereinführung von Gemeinschaftsausstellungen regionaler Künstler wie sie noch in den 70er und 80er Jahren im Stadttheater stattfanden(1992 abgeschafft);
  • die Möglichkeit zum Erlernen eines Musikinstrumentes im Rahmen des Vor- und Grundschulunterrichts;
  • schulische Projekte wie JEKI („Jedem Kind ein Instrument“) oder „Künstler an die Schule“ langfristig für alle Kinder kostenfrei zugänglich zu machen und interkulturell offen anzulegen;
  • Theaterprojekte des WTT für Kinder und Jugendliche müssen erhalten bleiben.


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