Obdachlosigkeit in Remscheid
Bezahlbarer Wohnraum wird in Remscheid immer knapper. Das wirkt sich auch auf die Arbeit der Wohnungsnotfallhilfe aus. Menschen, die obdach- oder wohnungslos sind und Hilfe suchen können kaum noch in eigene Wohnungen vermittelt werden. Gleichzeitig kommen immer mehr hilfebedürftige Menschen nach. Das führt dazu, dass die städtische Notunterkunft, genauso wie die von der Stadt angemieteten Wohnungen für Wohnungs- und Obdachlose voll ausgelastet sind.
Wir befürchten daher, dass mit dem aktuellen Angebot für obdach- und wohnungslose Menschen zukünftig nicht mehr allen geholfen werden kann und immer mehr Menschen auch bei Minusgraden draußen übernachten müssen. In den vergangenen Wochen haben wir daher einige Fragen zu diesem Thema gestellt. Die erste Anlaufstelle ist in der Regel die Notschlafstelle der Caritas, hier stehen insgesamt zwölf Betten zur Verfügung. Wenn aber kaum noch Menschen in die Notunterkunft oder Wohnungen der Stadt Remscheid weitervermittelt werden können, kann es auch hier möglicherweise schnell voll werden. In einer unserer Anfragen möchten wir daher wissen, ob es in der Notschlafstelle in den letzten Wochen und Monaten bereits zu Abweisungen kam oder, ob in bei voller Auslastung alternative Schlafplätze, z.B. im Tageskaffee bereitgestellt werden können. Darüber hinaus haben wir einige Fragen zur Einführung eines Kältebusses, der die Menschen mit warmen Getränken, Mahlzeiten, Decken und warmer Kleidung versorgt, an die Stadt gestellt. Unsere Nachbarstadt Solingen hat ein solches Angebot bereits seit über sechs Jahren, dort wird der Kältebus nicht nur von obdach- und wohnungslosen, sondern vor allem auch von armutsbetroffenen Menschen genutzt. Von der Stadt Remscheid möchten wir nun zunächst wissen, ob ein solches Projekt auch in Remscheid geplant ist, ob es bereits soziale Träger gibt, die das Angebot mit städtischer Unterstützung übernehmen würden und inwieweit eine Kooperation mit unseren Nachbarstädten denkbar wäre.

