Mit Straßensperrungen gegen Elterntaxis vorgehen
NRW-Pilotprojekt auch in Remscheid an den Start bringen
Gerade zu Beginn und Ende des Unterrichts herrscht vor Remscheider Schulen regelmäßig ein reges Verkehrschaos. Grund dafür: ein Großteil der Schülerinnen und Schüler wird mit dem Auto direkt vor die Schule gefahren und dort auch wieder abgeholt. Das Rangieren der sogenannten Elterntaxis verstopft jedoch nicht nur die häufig sehr engen Straßen vor den Schulen, sondern kann auch leicht zur Gefahr für die Schülerinnen und Schüler und andere Verkehrsteilnehmende werden.
Vor allem Grundschulkinder sind aufgrund ihrer geringen Größe leicht zu übersehen und bringen selbst noch nicht viel Erfahrung im Straßenverkehr mit. Um das Verkehrschaos vor Schulen zukünftig zu reduzieren, hat das NRW-Verkehrsministerium nun in einem Erlass geregelt, dass Kommunen Straßen in Schulnähe zukünftig für eine begrenzte Zeit sperren dürfen.
Da Elterntaxis auch an Remscheider Schulen ein Problem darstellen, möchten wir dieses Pilotprojekt auch in Remscheid an den Start bringen und für einige Monate testen. In einem entsprechenden Antrag für die Sitzung des Mobilitätsausschusses morgen Nachmittag und die nächste Sitzung des Schulausschusses regen wir daher an, vorerst drei Standorte zu identifizieren, an denen die Probleme mit Elterntaxis besonders gravierend sind und die betreffenden Straßen für sechs Monate jeweils zu den problematischen Uhrzeiten zu sperren. Anschließend soll die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen evaluiert und anhand dessen über eine Verlängerung bzw. Erweiterung des Projekts diskutiert werden.

