Mehr Schutz für Igel!
Liebe Leute,
Mähroboter gehören für viele Menschen inzwischen zum Alltag. Sie erleichtern die Pflege von Grünflächen und sparen Zeit. Was für uns bequem ist, kann für Wildtiere jedoch zur tödlichen Gefahr werden.
Besonders betroffen sind unsere heimischen Igel. Sie sind vor allem nachts unterwegs und flüchten bei Gefahr oft nicht, sondern rollen sich zusammen. Gegen die scharfen Messer eines Mähroboters schützt sie dieses Verhalten jedoch nicht. Immer wieder kommt es dadurch zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod der Tiere.
Deshalb haben wir einen Antrag eingebracht, der gestern von der Ratsmehrheit beschlossen wurde. Darin fordern wir ein Nachtfahrverbot für Mähroboter im Stadtgebiet.
Ein solcher Schritt wurde bereits in vielen anderen Kommunen umgesetzt und wird von Umweltverbänden sowie kommunalen Spitzenverbänden unterstützt. Denn die Stadt trägt Verantwortung für den Schutz von Natur und Artenvielfalt und hat dabei auch eine wichtige Vorbildfunktion. Grünflächen sollten Lebensräume für Tiere sein und keine zusätzliche Gefahrenquelle.
Dabei geht es nicht nur um einzelne verletzte Igel. Es geht um die grundsätzliche Frage, wie wir unsere Umwelt gestalten wollen. Eine naturnahe Grünpflege schützt nicht nur Igel, sondern auch Insekten, Amphibien und viele weitere Tierarten. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.
Zudem müssen verletzte Wildtiere häufig von ehrenamtlichen Tierschützer:innen und Auffangstationen aufwendig versorgt werden. Sinnvoller ist es, solche Gefahren von vornherein zu vermeiden.
Für uns ist klar: Bequeme technische Lösungen dürfen nicht auf Kosten unserer Natur und ihrer Bewohner gehen.

