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Diskussion um Infotafel am Remscheider Löwendenkmal

Seit vielen Jahren setzten wir uns für eine kritische und transparente Auseinandersetzung mit der Geschichte des Löwendenkmals auf dem Theodor-Heuss-Platz ein. Den Antrag für eine Infotafel am Denkmal hatte damals noch unser langjähriger, mittlerweile leider verstorbene Fraktionsvorsitzender Fritz Beinersdorf initiiert. Nun soll die Umsetzung endlich erfolgen.

In der Sitzung des Kulturausschusses in der letzten Woche wurde über den Inhalt des Infotextes diskutiert. Die Fraktionen von SPD, CDU, GRÜNEN und FDP hatten hierzu einen gemeinsamen Vorschlag eingebracht. Diesen konnten wir jedoch aus zwei wesentlichen Gründen nicht unterstützen.

1. Keine Aufwertung des Bildhauers Willi Meller:

Der Name des Künstlers war bis zur Diskussion in Remscheid kaum bekannt. Eine Erwähnung auf der Tafel würde seiner Rolle während der NS-Zeit eine ungerechtfertigte Aufwertung verleihen.

2. Das Löwendenkmal ist kein Symbol für Weltoffenheit und Toleranz:

Die Einschätzung, das Denkmal stehe für eine „weltoffene und tolerante Stadtgesellschaft“, teilen wir nicht. Diese Werte verbinden wir mit Menschlichkeit, Vielfalt, Farbigkeit und Leichtigkeit – all das fehlt diesem Denkmal im Stil der NS-Architektur.

Daher haben auch wir einen Vorschlag eingebracht, der diese Kritikpunkte berücksichtigt.

„Das Denkmal wurde während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gestaltet. Im Zuge der Umbenennung des Rathausplatzes nach dem ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss wurde 1966 die Inschrift ‚Wappentier des Bergischen Landes seit 1225’ hinzugefügt. Diese Bezeichnung ist irreführend, da das Denkmal nicht das tatsächliche Wappentier des Bergischen Landes, einen stehenden Limburgischen Löwen, zeigt. In der lokalen Bevölkerung ist er heute als ‚Remscheider Löwe’ bekannt.“

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