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Bleiberecht für alle!

Die Abschiebung der Familie Dogan vom 13. März 2025 hat gezeigt, wie gravierend die Folgen einer Abschiebung sein können, besonders dann, wenn Kinder betroffen sind.
Die Familie Dogan wurde auseinandergerissen. Zwei junge Menschen, die sich bereits in einer Ausbildung befanden und damit einen konkreten Schritt in Richtung Zukunft und Integration gemacht hatten, wurden in die Türkei abgeschoben. Laut Aussage ihres Anwalts wurden sie zuvor nicht über die Möglichkeit informiert, einen Antrag nach § 16g Aufenthaltsgesetz zu stellen, eine Regelung, die ihre Ausbildung hätte sichern und aufenthaltsbeendende Maßnahmen möglicherweise verhindern können.
Noch schwerer wiegt die Situation des jüngsten Kindes, Berat. Er war über neun Monate von seiner Mutter getrennt. Heute lebt er – getrennt von seinem Vater und seinen Geschwistern – in einem Land, das ihm völlig fremd ist.

Eine solche Trennung kann tiefe seelische Wunden hinterlassen. Für Kinder bedeuten solche Erfahrungen nicht nur einen Ortswechsel, sondern den Verlust von Sicherheit, Stabilität und vertrauter Umgebung.
Für die gesamte Familie war und ist diese Maßnahme eine enorme psychische und emotionale Belastung.

Gerade deshalb haben wir eine Anfrage für die nächste Sitzung des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration eingebracht. Wir möchten wissen:

• ob die Evaluierung der damaligen Maßnahme zu Veränderungen der Arbeitsabläufe in der Ausländerbehörde geführt hat
• wie viele Familien seit der Abschiebung der Familie Dogan abgeschoben wurden
• und ob es seitdem erneut zu Familientrennungen gekommen ist

Wenn staatliches Handeln so tief in das Leben von Menschen eingreift, braucht es Transparenz, sorgfältige Prüfung und die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen. Kindeswohl, Integrationsperspektiven und Menschlichkeit dürfen keine nachrangigen Aspekte sein.

Unser Ziel ist klar:
Solche tragischen Verläufe dürfen sich in Remscheid nicht wiederholen! 

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