Artenschutz beginnt vor unserer Haustür!
Mauersegler, Schwalben, Haussperlinge und Fledermäuse gehören zu unserer heimischen Tierwelt. Doch ihre Lebensräume werden immer knapper. Durch energetische Sanierungen, moderne Fassaden und Neubauten verschwinden zunehmend Nischen und Hohlräume, die diesen Arten als Brut- und Quartierplätze dienen.
Dabei sind diese Tiere ein wichtiger Bestandteil unserer Artenvielfalt und erfüllen wertvolle ökologische Funktionen. Schwalben und Mauersegler tragen beispielsweise zur Regulierung von Insektenbeständen bei, ebenso sind Fledermäuse wichtige Nützlinge.
Viele dieser Arten stehen zudem unter besonderem Schutz. Umso wichtiger ist es, bestehende Lebensräume zu erhalten und dort, wo Quartiere verloren gehen, neue zu schaffen. Artenschutz muss auch im bebauten Raum seinen festen Platz haben!
Deshalb haben wir einen Antrag für den Naturschutzbeirat und den Umweltausschuss eingebracht. Wir wollen, dass die Stadt an geeigneten städtischen Gebäuden zusätzliche Nistmöglichkeiten für gebäudebewohnende Vogelarten und Quartiere für Fledermäuse schafft. Bei Neubauten sowie Sanierungs- und Dacharbeiten an städtischen Gebäuden sollen solche Möglichkeiten künftig von Anfang an mitgedacht und nach Möglichkeit direkt integriert werden. Dabei sollen auch Fördermöglichkeiten genutzt und die Zusammenarbeit mit lokalen Naturschutzverbänden gesucht werden.
Viele dieser Maßnahmen lassen sich mit vergleichsweise geringem Aufwand umsetzen, können aber einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten. Als Eigentümerin zahlreicher Verwaltungsgebäude und weiterer öffentlicher Einrichtungen sollte die Stadt hier mit gutem Beispiel vorangehen.
Artenschutz beginnt nicht nur in Naturschutzgebieten, sondern direkt vor unserer Haustür

