Pflegenotstand beheben – Personal einstellen!
Die Auflagen aus der Pflegereform 2008, die aktuell auch in Remscheid umgesetzt werden, insbesondere die geforderten Qualitätskontrollen in Form von Noten hält Jürgen Müller, der Gesundheitspolitische Sprecher der LINKEN Remscheid für völlig ungeeignet die Situation in der Pflege zu verbessern.
Die Auflagen aus der Pflegereform 2008, die aktuell auch in Remscheid umgesetzt werden, insbesondere die geforderten Qualitätskontrollen in Form von Noten hält Jürgen Müller, der Gesundheitspolitische Sprecher der LINKEN Remscheid für völlig ungeeignet die Situation in der Pflege zu verbessern. So würden Altenheime geradezu ermuntert, ihre Noten schönzurechnen, statt an die Wurzel des Übels zu gehen: Den massiven Stellenabbau in der Alten - und Krankenpflege zugunsten des Profits.
Angesichts des Pflegenotstands in Krankenhäusern und Altenheimen fordert Müller: „Wir brauchen in Remscheid mehr ausgebildeten Krankenschwestern und Pfleger, denn die Situation ist ernster als die meisten ahnen. Wir stecken mitten in einer Versorgungskatastrophe. Pflegekräfte werden, über körperliche und geistige Belastungsgrenzen hinaus, oft 14 Tage und länger im Dauereinsatz beschäftigt. Resultat dieser chronischen Unterbesetzung sind massive Arbeitsdichte und somit der Einzug der gefährlichen Pflege.
Patienten und pflegebedürftige Menschen haben ein Recht darauf, von ausgeruhtem Pflegepersonal versorgt zu werden. Die hohe Arbeitsdichte im Pflegebereich geht nachweislich zu Lasten der Patientensicherheit und auf Kosten der Mitarbeitergesundheit.“
Deshalb fordert DIE LINKE. eine massive Erhöhung des Personalschlüssels in Krankenhäusern und Altenheimen, gekoppelt an die Anzahl der zu pflegenden Menschen. „Das wäre ein sozialer gerechter Ausbau der öffentlichen Daseinsvorsorge, eine Stärkung des öffentlichen Dienstes und - über die geleisteten Sozialabgaben - auch der Sozialversicherungssysteme.“
Zu den negativen Auswüchsen des Pflegenotstandes in Altenheimen meint Jürgen Müller : „Es muss endlich Schluss sein mit Mangelernährung, Magensonden, Fixierungen und Wundliegen. Wir reden hier nicht von einzelnem Fehlverhalten, sondern einer bewusst gewollten Arbeitsdichte, die dieses geradezu herausfordert. Das darf so nicht weitergehen.“
Als weiteren notwendigen Schritt sieht Müller die Einführung der 35-Stundenwoche im Pflegebereich, natürlich bei vollem Lohnausgleich: „Viele Pflegekräfte sind überlastet und demotiviert und wollten nicht länger in ihrem Beruf arbeiten. Deshalb brauchen wir dringend mehr Anerkennung für die Pflegeberufe. Dazu gehört eine bessere Bezahlung, mehr Personal und stärkere Zusammenarbeit mit den Ärzten.“

