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Kucharczyk auf der Höhe der Zeit?

Axel Behrend

Zum Bundestagsbeschluss zur Privatisierung der Deutschen Bahn AG (DB AG) erklärt Axel Behrend für DIE LINKE. Remscheid:

„Die Ziele, die mit der 1993 beschlossenen ersten Stufe der „Bahnreform“ angestrebt wurden, sind im Wesentlichen nicht erreicht worden: Die DB AG hat sich seitdem aus der Fläche zurückgezogen, das Schienennetz schrumpfte um mehr als 5 000 Kilometer, die Fahrpreise wurden mehrfach deutlich angehoben und etwa 1000 Bahnhöfe geschlossen. Die Service- und Beratungsqualität für die Reisenden hat sich dramatisch verschlechtert. Die Beschäftigtenzahl im Schienenbereich verringerte sich von 380 000 im Jahre 1994 auf 180 000 Mitarbeiter zum Ende des Jahre 2007. Statt sich darauf zu konzentrieren, Verkehr in sozialer und umweltverträglicher Weise von der Straße auf die Schiene zu verlagern, verwendete die DB AG einen Teil ihrer Ressourcen darauf, sich zu einem internationalen Logistikkonzern zu entwickeln. Trotz der vorher erreichten vollständigen Entschuldung häufte die Bahn auf diese Weise erneut Verbindlichkeiten in Höhe von 20 Milliarden Euro an.

Am 30. Mai 2008 hat die große Koalition den endgültigen Einstieg in die Privatisierung der Bundesbahn beschlossen.

Die Bürger seines Wahlkreises sind es gewohnt, dass der heimische Bundestagsabgeordnete Jürgen Kucharczyk sich zu jeder wichtigen und unwichtigen Angelegenheit per Pressemitteilung an die Öffentlichkeit wendet. Da er sein Abstimmungsverhalten in Bezug auf die Privatisierung der Bahn der Bevölkerung aber bisher schamhaft verschwiegen hat, möchte DIE LINKE. es auf diesem Weg bekannt machen: Wohlwissend, dass parteiübergreifend 70% aller Bundesbürger gegen die Privatisierung der Bundesbahn sind, hat Kucharczyk dennoch dafür gestimmt. Dabei sei erwähnt, dass 27 andere Sozialdemokraten es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren konnten, für die Privatisierung zu stimmen, und zwei Sozialdemokraten sich der Stimme enthielten. Alle Oppositionsparteien haben geschlossen gegen die Privatisierung gestimmt.“

Hier könnt Sie sehen, welche MdBs gegen die Bahnprivatisierung gestimmt haben.
Sinnvoll wäre noch die Prüfung, ob "Ihr" MdB überhaupt anwesend war.

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