Dritte Gesamtschule in Remscheid überfällig!
Das dreigliedrige oder eigentlich viergliedrige Schulsystem hat ausgedient. Frühe Auslese verbaut vielen Kindern Chancen. Längeres gemeinsames Lernen schafft Grundlage für Chancengleichheit.
Zu den anhaltenden Diskussionen über die Zukunft der Schulen in Remscheid erklärt DIE LINKE. Remscheid:
Das dreigliedrige oder eigentlich viergliedrige Schulsystem hat ausgedient.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben längst bewiesen, dass die frühe Auslese nach vier Jahren Grundschulzeit zu vielen Kindern Chancen verbaut und Schulkarrieren zu früh einseitig festlegt.
Kinder lernen voneinander – und dies nicht nur in den ersten vier Grundschuljahren. Das längere gemeinsame Lernen schafft die Grundlage für mehr Chancengleichheit, es eröffnet jedem Kind, gleich welcher sozialer Herkunft, die Chance auf eine individuelle Lernentwicklung und einen qualifizierten Schulabschluss.
Mehr als die Hälfte aller Eltern, die ihr Kind auf eine weiterführende Schule schicken wollen, haben die Bedeutung des längeren gemeinsamen Lernens längst erkannt.
Für sie ist eine Remscheider Gesamtschule die erste Wahl für ihre Kinder.
Doch der Elternwille kann in Remscheid nur unzureichend berücksichtigt werden. Auch in diesem Jahr wurden wieder fast 200 Kinder von den Gesamtschulen abgelehnt und können nun die gewünschte Schule nicht besuchen.
Daraus kann nur eine Forderung abgeleitet werden: nämlich die Forderung nach einer weiteren Gesamtschule in Remscheid!
Gemeinsames Lernen bis Klasse 10 in einer Schule mit integrierter Oberstufe ist das Ziel.
Eine weitere fünfte Schulform , etwa eine „Sekundarschule“, schafft nur Verwirrung und Unsicherheit bei Eltern, Lehrer und Kindern.
Jede politische Partei, die es ernst meint mit der Forderung nach „Längerem gemeinsamen Lernen“ und mehr Bildungsgerechtigkeit, sollte trotz des Widerstandes der jetzigen Landesregierung alles daran setzen, in Remscheid die dritte Gesamtschule zu errichten.
