Die Linke beantragt besseren Hitzeschutz für Remscheider Schulen
Angesichts der zunehmenden Hitzebelastung an Schulen fordert die Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Remscheid ein umfassendes Konzept zum Hitzeschutz in Klassenräumen. Mit einem Antrag für den Schulausschuss und den Rat soll die Verwaltung beauftragt werden zu prüfen, wie insbesondere Klassenräume in Modulbauten besser vor vor sommerlicher Überhitzung geschützt werden können.
"Kinder und Jugendliche müssen sich auf den Unterricht konzentrieren können und nicht darauf, wie sie die Hitze im Klassenraum aushalten", erklärt die Fraktion. Gerade Modulbauten heizen sich aufgrund ihrer Bauweise besonders stark auf. Gleichzeitig stehen viele dieser Gebäude auf versiegelten Flächen und verfügen über kaum natürliche Verschattung. Schüler:innen und Lehrkräfte verbringen dort auf mehrere Stunden täglich unter Bedingungen, die zwar auch das Lernen erschweren aber vor allem gesundheitliche Risiken mit sich bringen.
Der Antrag sieht vor, verschieden Maßnahmen zum Hitzeschutz zu prüfem. Dazu gehören unter anderem reflektierende Dach- und Fassadenbeschichtungen ("Cool Roofs"), außenliegender Sonnenschutz, Dach- und Fassadenbegrünungen, moderne Lüftungsanlagen, Deckenventilatoren sowie Klima- und Kühlsysteme. Auch Photovoltaikanlagen sollen in die Planungen einbezogen werden, um Hitzeschutz und Klimaschutz sinnvoll miteinander zu verbinden. Gleichzeitig sollen die Kosten möglicher Nachrüstungen sowie Fördermöglichkeiten ermittelt werden.
Darüber hinaus fordert die Linke, dass bei zukünftigen Neubauten und der Anschaffung weiterer Modulgebäude der Hitzeschutz von Beginn an berücksichtigt wird. Bestehende Schulgebäude sollen so ausgestattet werden, dass eine ausreichende Belüftung jederzeit möglich ist und Schulen nicht an fehlenden Bedienmöglichkeiten für Fenster oder unzureichender Technik scheitern. Die Dringlichkeit des Problems habe sich in den vergangenen Wochen erneut gezeigt. Während der Hitzetage Ende Juni berichteten Schulen von kaum noch nutzbaren Klassenräumen, insbesondere in den oberen Bereichen von Modulbauten. Diese Erfahrungen wurden auch im Schulausschuss thematisiert und verdeutlichen aus Sicht der Fraktion, dass kurzfristige Improvisationen nicht ausreichend sind. Nachhaltige Lösungen seien erforderlich, um den Schulbetrieb auch bei steigenden Temperaturen sicherzustellen.

