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20 Jahre Stillstand sind genug – Die Linke fordert letzte Frist für Schrottimmobilie am Lenneper Bahnhof

Seit rund 20 Jahren steht das ehemalige Möbelhaus am Lenneper Bahnhof leer. Nun fordert unsere Fraktion eine letzte verbindliche Frist für den Eigentümer: Bis zum 01.01.27 soll der Abriss des Gebäudes eingeleitet werden. Passiert erneut nichts, soll die Stadt alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen und den Abriss notfalls selbst auf Kosten des Eigentümers durchführen lassen.

Der Zustand des ehemaligen Möbelhauses beschäftigt die Lenneper Bezirksvertretung bereits seit vielen Jahren. Über Parteigrenzen hinweg besteht Einigkeit, dass an dieser Stelle endlich etwas geschehen muss. Mehrere Brände, herabfallende Gebäudeteile und unbefugtes Betreten haben zudem immer wieder gezeigt, dass die Immobilie nicht nur ein städtebaulicher Missstand am Eingangstor zur Lenneper Altstadt, sondern auch ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko ist.

„Wir reden in der Bezirksvertretung seit Jahren über dieses Gebäude und sind uns über alle Parteigrenzen hinweg einig: Hier muss endlich etwas passieren. Trotzdem hören wir seitens des Eigentümers immer wieder nur neue Ankündigungen und Versprechen, ohne dass sich tatsächlich etwas ändert. Im Gegenteil: Nicht einmal der Verkehrssicherungspflicht wird ausreichend nachgekommen. Die Zeit der Ankündigungen ist nun vorbei – jetzt müssen endlich Taten folgen“, erklärt unser Lenneper Bezirksvertreter Colin Cyrus.

Zuletzt hatte die Verwaltung in der Bezirksvertretung erklärt, dass inzwischen rechtliche Möglichkeiten bestehen, gegen den fortdauernden Missstand vorzugehen und notfalls auch einen Abriss durchzusetzen. Gleichzeitig soll dem Eigentümer mit einer Erneuerung der Baugenehmigung erneut die Möglichkeit gegeben werden, selbst tätig zu werden.

„Eigentum verpflichtet – und diese Verantwortung gilt auch für einen Eigentümer, der eine Immobilie über viele Jahre leer stehen und verfallen lässt. Ihm wurde lange genug entgegengekommen und immer wieder die Chance gegeben, selbst für eine Lösung zu sorgen. Eine letzte Chance kann es deshalb nur noch mit einer klaren Frist und klaren Konsequenzen geben. Wenn wieder nichts passiert, muss die Stadt handeln und den Abriss notfalls auf Kosten des Eigentümers durchsetzen“, so Cyrus.

Die Sicherheit der Menschen und die Entwicklung des Lenneper Bahnhofsumfeldes dürften nicht länger von immer neuen Ankündigungen abhängig sein. Mit dem Antrag will unsere Fraktion deshalb eine verbindliche Perspektive schaffen: Entweder der Eigentümer handelt endlich selbst – oder die Stadt muss handeln.

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