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S7-Chaos nach monatelanger Sperrung: Remscheider Fahrgäste dürfen nicht länger die Leidtragenden sein!

Die Linke Remscheid kritisiert die anhaltenden Probleme auf der S7 scharf. Nach monatelangen Bauarbeiten hatten viele Pendler:innen darauf gehofft, endlich wieder zuverlässig mit der Bahn zwischen Remscheid, Solingen und Wuppertal unterwegs sein zu können. Stattdessen fallen weiterhin zahlreiche Fahrten aus. Besonders ärgerlich: Während der Sperrung gab es zumindest einen Schienenersatzverkehr. Jetzt stehen viele Menschen an den Bahnhöfen und wissen oft nicht, ob und wo ein SEV kommt. Informationen über Alternativen fehlen vielerorts oder kommen zu spät.

„Viele Fahrgäste haben monatelang Geduld bewiesen und die Einschränkungen während der Bauarbeiten in Kauf genommen. Umso unverständlicher ist es, dass die Probleme jetzt weitergehen. Dass Züge ausfallen und gleichzeitig kein verlässlicher Ersatzverkehr zur Verfügung steht, ist nicht akzeptabel“ ,erklärt unser verkehrspolitischer Sprecher Colin Cyrus.

Für Die Linke bleiben viele Fragen offen: Warum wurden die verfügbaren Fahrzeuge nicht rechtzeitig so repariert, dass nach dem Ende der Sperrung ein stabiler Betrieb gewährleistet werden kann? Warum gibt es kein funktionierendes Ersatzkonzept? Wie kann es sein, dass eine der wichtigsten Bahnverbindungen des Bergischen Landes unmittelbar nach Ende der Bauarbeiten erneut massive Probleme hat? Und ist die RheinRuhrBahn noch tragbar?

„Die S7 ist keine Nebenstrecke. Sie ist für viele Menschen der tägliche Weg zur Arbeit, zur Schule, zur Ausbildung oder zur Universität. Nicht alle verfügen über ein Auto. Jeder Ausfall bedeutet Stress, Zeitverlust und zusätzliche Belastungen für die Betroffenen“, so Cyrus.

Auch unsere Kreissprecherin, Beyza Özdemir, kennt die Probleme aus eigener Erfahrung: „Ich bin selbst jahrelang für mein Studium mit der S7 über Solingen zur Universität gependelt. Schon kleinere Verspätungen oder Zugausfälle konnten den gesamten Tagesablauf durcheinanderbringen. Ich habe Vorlesungen und Klausuren verpasst. Deshalb weiß ich, was es für die Betroffenen bedeutet, wenn sie sich nicht auf ihre Bahnverbindung verlassen können.“

Özdemir sieht in der aktuellen Situation auch ein generelles verkehrspolitisches Problem: „Während erneut über milliardenschwere Entlastungen für Kraftstoffe diskutiert wird, die am Ende oft vor allem Mineralölkonzernen zugutekommen, sollen Fahrgäste beim Deutschlandticket immer tiefer in die Tasche greifen. Gleichzeitig erleben sie Zugausfälle, Verspätungen und mangelnde Informationen. Wer Menschen zum Umstieg auf Bus und Bahn bewegen will, muss ihnen auch ein funktionierendes Angebot machen.“

Die Linke Remscheid fordert die RheinRuhrBahn und den VRR auf kurzfristig für einen verlässlichen Betrieb sowie transparente Informationen für die Fahrgäste zu sorgen! Gleichzeitig müsse die Stadt gegenüber den zuständigen Stellen deutlich machen, dass die aktuelle Situation für Remscheid nicht hinnehmbar sei.

„Im gestrigen Mobilitäts-Ausschuss wurde auf unsere Anfrage zur Situation hin erklärt, dass der Betrieb der S7 durch die RheinRuhrBahn auf der nächsten Verbandsversammlung des VRR auf der Tagesordnung steht. Gut so! Aber wir brauchen jetzt Lösungen! Remscheid braucht endlich eine funktionierende und zuverlässige Schienenanbindung, nicht neue Ausreden und weiteres Chaos“, so Cyrus abschließend.

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