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Presseliste

Letzter Platz im Smart City Index: Remscheid muss bei der Digitalisierung aufholen!

Remscheid landet im aktuellen Smart City Index des Digitalverbands Bitkom auf dem letzten Platz von 83 untersuchten deutschen Großstädten. Mit 47,3 Punkten liegt unsere Stadt deutlich hinter vielen vergleichbaren Kommunen. Für Die Stadt Remscheid muss dieses Ergebnis ein Weckruf sein!

„Der letzte Platz zeigt deutlich, dass Remscheid bei der Digitalisierung Nachholbedarf hat. Digitalisierung darf nicht als freiwilliges Zusatzprojekt betrachtet werden, sondern muss endlich konsequent vorangetrieben werden“, sagt unsere Fraktionsvorsitzende Natalia Lange.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viel um jeden Preis zu digitalisieren. Richtig eingesetzt bietet Digitalisierung enorme Chancen für eine moderne und bürgernahe Stadt. Behördengänge können einfacher und unabhängig von Öffnungszeiten erledigt, Verwaltungsabläufe beschleunigt und Beschäftigte von zeitaufwendigen Routineaufgaben entlastet werden. Gleichzeitig können digitale Angebote die Kommunikation zwischen Stadt und Bürger verbessern, Informationen leichter zugänglich machen und neue Möglichkeiten für Beteiligung und Mitbestimmung schaffen.

Die Linke hat in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Anträge und Anfragen mit konkreten Vorschlägen zur Digitalisierung eingebracht, unter anderem zu digitaler Bürgerbeteiligung, digitalen Anzeigen an Haltestellen, intelligenter Ampelschaltung, einer Klima-Taler-App, digitalen Hausmeister an Schulen, einem KI-Chatbot für die Homepage der Stadt, der digitalen Ausstattung von Verwaltungsmitarbeitenden, der Modernisierung des städtischen Online-Shops uva. Und auch andere Fraktionen haben Ideen eingebracht.

„Wir haben immer wieder konkrete Ideen auf den Tisch gelegt. Es geht uns nicht um Digitalisierung um ihrer selbst willen, sondern darum, Verwaltungsabläufe einfacher und effizienter zu machen und den Alltag für Bürger und Beschäftigte zu erleichtern. Gute Digitalisierung spart im besten Fall Zeit und Ressourcen und sorgt gleichzeitig für einen besseren Bürgerservice“, erklärt unser Sprecher im Ausschuss für Bürgerservice, Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung Remigius Trinczek.

Andere Städte zeigen, dass deutliche Fortschritte möglich sind. Für unsere Fraktion darf der letzte Platz deshalb nicht einfach zur Kenntnis genommen werden. Die Verwaltung muss das Ergebnis zum Anlass nehmen, den eigenen Stand bei der Digitalisierung kritisch zu überprüfen, von erfolgreichen Beispielen anderer Kommunen zu lernen und konkrete Verbesserungen auf den Weg zu bringen.

Unsere Fraktion hat deshalb eine Anfrage für den Rat und den zuständigen Ausschuss eingebracht. Darin will sie unter anderem wissen, wo Remscheid im Vergleich zu anderen Städten besonders großen Nachholbedarf hat, welche Hindernisse einer schnelleren Digitalisierung entgegenstehen, wie die Stadt personell im Bereich Digitalisierung und IT aufgestellt ist und welche Projekte aktuell geplant oder bereits umgesetzt werden.
 

„Der letzte Platz ist kein Naturgesetz. Aber er muss Konsequenzen haben. Digitalisierung kann Verwaltung einfacher, schneller und bürgernäher machen. Andere Städte zeigen, was heute schon möglich ist. Remscheid sollte diesen Rückstand deshalb nicht verwalten, sondern endlich anfangen, ihn aufzuholen“, betont Natalia Lange.

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