"Smash" statt Stress, Recycling statt Frust
Stress? Wut? Kopf voll?
Wer kennt es nicht? Der Alltag wird für viele Menschen immer belastender: Schule, Uni, Ausbildung, Arbeit, Leistungsdruck etc. Oft stauen sich negative Emotionen wie Stress und Wut an und manchmal kann man es nicht einfach „wegatmen“ oder mit einem Spaziergang lösen.
Mittlerweile gibt es in vielen deutschen Städten deshalb sogenannte „Rage Rooms“ oder „Wuträume“, in denen man unter sicheren Bedingungen alte Gegenstände wie Möbel, Monitore oder Geschirr zertrümmern kann. Alles, was sonst im Müll landen würde, wird hier genutzt, um Dampf abzulassen und den Kopf kurzfristig frei zu bekommen. Viele Nutzer:innen berichten nach einem Besuch, dass sie sich „leichter“ und ruhiger fühlen.
Wir finden, dass diese Idee auch ganz gut zu unserer Stadt passen würde. Deshalb haben wir eine Anfrage für die nächste Sitzung der Technischen Betriebe gestellt. Wir möchten wissen, ob es möglich wäre einen solchen Rage Room am Remscheider Wertstoffhof einzurichten. Der Wertstoffhof hätte dabei große Vorteile:
• Täglich werden dort Haushaltsgeräte, Tische, Schränke oder Bildschirme entsorgt.
• Die Materialien sind bereits da und müssten nicht teuer beschafft werden.
• Die Entsorgungswege wären kurz und nachhaltig.
• Gleichzeitig könnte ein neues, kreatives Freizeitangebot entstehen – besonders für junge Menschen, die in Remscheid oft nur wenige Möglichkeiten haben, sich auszupowern.
Uns geht es dabei nicht um „Normalisierung von Gewalt“, sondern um einen kontrollierten, sicheren und sinnvollen Umgang mit Stress, verbunden mit Recycling, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft. Vielleicht werden daraus sogar eine neue Einnahmequelle und ein positives Aushängeschild für die Technischen Betriebe Remscheid.

