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Abschiebung von Mitgliedern der Familie Doğan: Kleiner Junge bereits 4 Monate von seiner Mutter getrennt!
Am 13. März 2025 wurden Mutter und zwei Töchter der Familie Dogan abgeschoben. Seitdem ist die Familie getrennt. Unsere Pressemitteilung zu der inhumanen Abschiebung könnt Ihr hier lesen:
Bereits vier Monate ist es her, dass eine kurdische Familie durch eine Abschiebemaßnahme der Ausländerbehörde auseinandergerissen wurde. Der Vater, der aus Angst vor der Abschiebung vom Balkon gesprungen war, leidet heute immer noch unter den Folgen seiner Verletzung. Der inzwischen 8-jährige Sohn muss nach wie vor auf die Zuwendung und Fürsorge seiner Mutter verzichten, die zusammen mit zwei Töchtern abgeschoben worden war. Der ältere, mittlerweile volljährige Sohn kann zwar seine begonnene Bäckerlehre fortsetzen, muss aber - wie auch sein Vater und sein jüngerer Bruder - weiterhin fürchten, noch abgeschoben zu werden. Die gesamte Familie leidet darunter. Der Fall ist ein Beispiel für die inhumanen Abschiebpraktiken, die sich in den letzten Jahren in Deutschland und auch in Remscheid verstärkt haben. Die Partei Die Linke, die bereits mehrfach auf das Schicksal der Familie aufmerksam gemacht hat, fordert die Stadtverwaltung auf, die gut integrierte Familie wieder in Remscheid zusammenzuführen.Nach Auffassung des Kreisvorstandes hätte die Maßnahme spätestens nach dem Sturz des Vaters abgebrochen werden müssen. Außerdem sei die Familie seitens der Behörde hinsichtlich aufenthaltsrechtlicher Möglichkeiten nicht ausreichend beraten worden.
„Eine Stadt, die vorgibt, auf ihre Vielfalt und Toleranz stolz zu sein, sollte meines Erachtens auch Wert auf humanes Handeln ihrer Behörden legen“, so Sabine Düwell vom Kreisvorstand.
OB-Kandidat Colin Cyrus appelliert abermals an Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz der Familie endlich wieder ein Gefühl der Sicherheit zu verschaffen und allen Familienangehörigen das Aufenthaltsrecht zu gewähren: „Es ist ein fatales Zeichen an alle integrationswilligen Menschen in unserer Stadt, dass sie trotz guter Deutschkenntnisse, trotz Arbeit oder Ausbildung in wichtigen Berufen nicht vor Abschiebungen geschützt sind. Es macht sich zurzeit eine große Unsicherheit in der Stadt breit. Das ist nicht nur für die betroffenen Personen tragisch, sondern auch für unsere Stadtgesellschaft, die dringend auf sie angewiesen ist.“

