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Weltkindertag 2018

Zum Weltkindertag 2018 erklärt Brigitte Neff- Wetzel, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid:

„Wie jedes Jahr findet am 20.September der Weltkindertag statt, der auch in Remscheid mit einem großen Kinderfest gebührend gefeiert wird. Wie schön – wenn Kinder unbeschwert und glücklich spielen und feiern können.

Aber lassen wir uns nicht täuschen: die Lebensrealität vieler Remscheider Kinder  ist weniger unbeschwert und ihre Alltagssituation sehr viel weniger glücklich. So lebt -nach der erst in diesem Sommer erschienenen KECK – Studie- jedes vierte Remscheider Kind in Armut. Diese erschreckende Zahl ist keinesfalls neu; seit Jahren weisen Sozialverbände und auch Politiker in Reden auf die zunehmende Armut bei Kindern hin – zuletzt Oberbürgermeister Mast-Weisz im Rat bei seiner Rede zum Haushalt.

Allerdings geändert hat sich nichts- ganz im Gegenteil.

Wir alle schauen dabei zu, dass  Kinder unter  Bedingungen aufwachsen, die die kindliche Entwicklung tiefgreifend stört und Zukunftschancen extrem einschränkt. Denn:  Armut betrifft alle Lebensbereiche, wirkt negativ auf Gesundheit und Lebenserwartung, beeinflusst -wie kaum ein anderer Faktor-                                                                                                                               Bildung, Schulerfolg, Schulabschlüsse und  Berufsaussichten. Armut verhindert zudem die Teilhabe an sportlichen und kulturellen Aktivitäten, schränkt die Möglichkeit, Freizeit zu gestalten, enorm ein.

Dass die  Bundesregierung in der Verpflichtung ist, endlich die Einkommenssituation der Familien nachhaltig zu verbessern, ist natürlich richtig, entbindet aber die Stadt Remscheid nicht, alles dafür zu tun, die Auswirkungen von Armut zu verhindern oder wenigstens abzumildern.

Und da gibt es tatsächlich eine Menge Maßnahmen, wie zum Beispiel

  • Gesundes und für Bedürftige kostenfreies Frühstück und Mittagessen in KiTas und Schulen
  • Kostenloser Förder- oder Nachhilfeunterricht
  • Einführung eines „Löwenpasses“ (Sozialpass) zum kostenfreien oder zumindest
    ermäßigten Besuch von Sportstätten (z.B. H2O),   Kultur- und Bildungseinrichtungen (z. B. Kindertheater/ Jugendmusik-und Kunstschule).
  • Einführung eines Sportgutscheins (= Kinder, die eingeschult werden, erhalten einen Gutschein, um ein Jahr kostenfrei in einem Sportverein ihrer Wahl zu trainieren).

Alle Maßnahmen kosten Geld; und jeder weiß, die finanzielle Situation der Stadt Remscheid ist nicht rosig. Aber: Kinder sind unser wichtigstes Gut und unsere  Zukunft, hier weiter zu sparen ist eindeutig der falsche Weg!“