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Maclatz / pixelio.de / Maclatz / pixelio.de

Sozialticket muss bleiben!

Die schwarz-gelbe Landesregierung will das Sozialticket schrittweise wieder abschaffen. Das teilte Verkehrsminister Henrik Wüst (CDU) am Mittwoch (22.11.2017) im Verkehrsausschuss des Landtags mit. Das Land zahlte zuletzt 40 Millionen Euro als Zuschuss.

 

Die Monatstickets waren 2011 eingeführt worden und sollten Menschen mit geringem Einkommen zu Gute kommen. Im VRR kostete ein Sozialticket 37,80 Euro, z.Z. schon 11,36 Euro mehr als im Hartz IV-Satz für Verkehr vorgesehen. Für Partner, Kinder und Jugendliche ist der Satz noch viel geringer.

Ist das Sozialticket abgeschafft, können sich die Ärmsten der Armen Mobilität nicht mehr leisten. Ein Monatsticket kostet dann 59,65 Euro.

Axel Behrend Sprecher DIE LINKE KV Remscheid kommentiert die Entscheidung der Landesregierung wie folgt:

„CDU und FDP betreiben damit eine Politik gegen die schwächsten der Gesellschaft. Diese Entscheidung ist ein Armutszeugnis. Irgendwie erinnert mich diese Entscheidung an Marie-Antoinette: ‚Wenn sie kein Geld für ein Busticket haben! Sollen sie sich doch ein Auto kaufen.‘ Ich denke, dass die Sozialpolitiker vor Ort, der Landesregierung ein klares „So nicht“ entgegen setzen müssen. Mobilität ist nicht nur für die Grundversorgung des täglichen Lebens wichtig, sie ermöglicht vor allem auch Teilhabe an allen gesellschaftlichen Aktivitäten.“