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Yunakov Oleg (yunakov@gmail.com)

Nie wieder Auschwitz

Am 27. Januar 2020 jährt sich zum 75. Mal die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee. Nicht nur an diesem Tag gilt es, der unfassbar vielen Opfer der Verbrechen und Gräueltaten des Naziregimes zu gedenken. Das Massenvernichtungslager Auschwitz mit seinen Gaskammern war mit mindestens einer Million Toten die Spitze eines gigantischen Eisbergs. Forscher*innen dokumentierten insgesamt etwa 42.500 Plätze in Europa, an denen die Nazis Menschen hungern ließen, mit Zwangsarbeit quälten und umbrachten. 30.000 Lager für Sklavenarbeiter, 1150 jüdische Ghettos, 980 Konzentrationslager, 1000 Kriegsgefangenenlager. Dazu Tausende andere Läger, die dafür genutzt wurden, Gefangene zu germanisieren, Frauen zu Abtreibungen zu zwingen, psychisch Kranke in Euthanasie-Aktionen zu ermorden und Häftlinge für den Transport in die Todeslager zu sammeln.

Der Sprecher der LINKEN in Remscheid, Axel Behrend erklärt: „Mit Hinblick auf die Auswüchse rechter Hetze in unserer Stadt müssen wir uns darüber im Klaren sein, welches Endstadium die schleichende Etablierung nationalistischen Denkens und Handelns in unserer Gesellschaft erreichen kann.“

Durch das Wegsehen vieler Verantwortlicher und staatlicher Institutionen sei die deutsche Gesellschaft mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem insbesondere in den Kommunen die Aggressionen von rechts gravierende Schäden an der Demokratie angerichtet haben.

Der Mordanschlag auf Walter Lübcke oder der antisemitische Terroranschlag in Halle sind zwei prominente Beispiele der insgesamt 14.000 Straftaten durch bestens vernetzte Rechte, die in den ersten drei Quartalen 2019 begangen worden sind.

„Wir brauchen gesellschaftliche Bündnisse, die sich den rechten Organisationen und Gruppierungen entgegenstellen und ihnen den Nährboden entziehen. Sonst sind wir der unmittelbaren Gefahr ausgesetzt, dass sich die Geschichte wiederholen kann," so Axel Behrend weiter.