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Bild: Axel Behrend

Böker-Villa muss im Besitz der Stadt verbleiben

Auf der gestrigen Fraktionssitzung der Remscheider LINKEN wurde die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses im Punkt Veräußerung der Böker Villa einer kritischen Auswertung unterworfen. Im Ergebnis stellt DIE LINKE Fraktion im Rat der Stadt Remscheid fest:

 

„Die Böker Villa gehörte schon immer zur – Meile der Kultur – (Teo Otto Theater, Bibliothek, Galerie, VHS und Jugend Musik und Kunstschule) durch die Auflösung der Galerie und den Auszug der MKS aus dem Gebäude, entstand ein Leerstand. DIE LINKE hatte vorgeschlagen, das Gebäude der Nutzung als „Kunstmuseum“ zuzuführen. Dieser Vorschlag wurde abgelehnt. Begründung: Wir schließen nicht die Galerie, um an anderer Stelle ein Kunstmuseum zu schaffen. Das Versprechen des OB in Remscheid einen Ort für zeitgenössische Kunst zur Verfügung zu stellen, ist mit dem Versuch der Implementierung dieses Versprechens in den Büroräumen des Markt 13 als Flop der besonderen Art gescheitert.

DIE LINKE spricht sich gegen den Verkauf des Objekts aus. Das denkmalgeschützte Gebäude ist mit dem dazugehörigen Park ein wichtiger Bestandteil zur Revitalisierung der Innenstadt. Im Masterplan Grünes Städtedreieck – Region mit Weitsicht, wird die Bedeutung von Gebäude und Park als enorm wichtiges Element des lokalen Freiraumsystems dargestellt. Mit einer Veräußerung würde die Stadt ihren Einfluss auf die Revitalisierung der Innenstadt im entscheidenden Punkt der Gestaltung des Freiraumsystems aufgeben.

Wir sind der Meinung, dass die Idee der ‚Gründerschmiede‘ auch an anderer Stelle sinnvoll verwirklicht werden kann, z. B. in der Technologiefabrik. Die Böker Villa ist weiter für den Bereich Bildung und Kultur zu nutzen. Wenn denn die Meinung vorherrscht, dass die Remscheider Künstler von Weltruf, Johann Peter Hasenclever, Teo Otto, Gerd Arntz und Wolfgang Tillmanns keiner würdigen Präsentation in ihrer Heimatstadt bedürfen, so sollte das Gebäude und der Park für den Bereich Bildung und Kultur genutzt werden. Es bietet sich z. B. an, die Idee der Schaffung einer Dependance der ‚Kinder- und Jugenduniversität‘ in den Räumen der Böker Villa zu verwirklichen. Hier könnten bereits in einem frühen Stadium der Talententwicklung kreative Ansätze, Experimentierfreude und Forschergeist besonders gefördert werden. Die hierfür angedachten Räume im Haus Berger sind weit weniger für diesen Zweck geeignet.