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Arbeitsmöglichkeiten von Geflüchteten

Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid bittet Sie folgende Fragen auf den oben

genannten Sitzungen auf die Tagesordnung zu setzen und schriftlich zu beantworten.

Die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen in der Flüchtlingsarbeit berichten immer wieder, dass die

Mehrheit der Geflüchteten ihren Unterhalt selbst finanzieren will und dringend Arbeit sucht. Eine

Arbeitsstelle zu finden ist oftmals aber mit enormen Schwierigkeiten verbunden.

Deshalb bitten wir die Verwaltung um Beantwortung folgender Fragen:

1. Wie hoch ist der prozentuale Anteil der Geflüchteten mit Bleiberechtsperspektive, die in
den letzten drei Jahren eine Arbeit aufnehmen konnten?
2. Welche Schwierigkeiten – außer der sprachlichen Barriere! - gibt es nach Meinung der
Verwaltung bei der Jobsuche?
3. Welche Unterstützungsmaßnahmen bei der Jobsuche gibt es? (bzw. müsste es
zusätzlich geben?)
4. Wird derzeit über geeignete zusätzliche Maßnahmen nachgedacht? Wenn ja, welche?

Es ist eine Binsenwahrheit, dass das Beherrschen der deutschen Sprache sicher eine
Grundvoraussetzung zur Integration – auch in den Arbeitsmarkt – darstellt. Zum Erlernen der
deutschen Sprache bedarf es eines entsprechend (qualifizierenden) qualifizierten Unterrichts.
Allerdings liegen Erkenntnisse im Land NRW vor, dass die Zahl derjenigen, die Kurse nicht
erfolgreich abschließen oder einen Deutschkurs vorzeitig abbrechen, relativ hoch ist, teilweise
sogar bei 50% liegt. Wie ist die Situation in Remscheid:
1. Gibt es genügend Deutschkurse auf dem jeweils erforderlichen Niveau?
2. Wie wird die Einstufung in die jeweiligen Kurse vorgenommen?
3. Wie hoch ist der prozentuale Anteil derjenigen, die die erforderlichen
Qualifikationsstufen nicht erreichen?
4. Wie hoch ist die Anzahl derjenigen, die vorzeitig einen Kurs abbrechen?
5. Gibt es praxisorientierte Kursanteile?
Sicherlich gibt es unterschiedliche Gründe, die Geflüchtete zum vorzeitigen Abbrechen eines
Kurses bringen. Von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen in der Flüchtlingsarbeit werden aber
immer wieder auch die Inhalte und Methoden, die in den Kursen angewandt werden, genannt;
z. B.: zu schnelles Vorgehen ohne Berücksichtigung der individuellen Lernfortschritte sowie
praxisferne Inhalte ohne Bezug zum tatsächlichen Lebensumfeld.
6. Werden die Ergebnisse der Kurse evaluiert und diese dann dem Land NRW bzw. dem
BAMF mitgeteilt?
7. Welchen Einfluss hat die Verwaltung/ das Jobcenter auf Inhalte und Methoden der
Deutschkurse?
8. Welche zusätzlichen Hilfen könnten gewährt werden (Praktika, Konversationstraining)?
9. Gibt es genügend Kinderbetreuung während der Kurszeiten, so dass auch Mütter
problemlos an den Kursen teilnehmen können?