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Rainer Sturm / pixelio.de

Stadtbäume besser schützen!

Vor dem Hintergrund alarmierender Zahlen und den umweltspezifischen Herausforderungen unserer Zeit fordert DIE LINKE Remscheid dem Erhalt von Stadtbäumen endlich mehr Priorität einzuräumen und effektive Instrumente zu deren Schutz zu entwickeln, damit auch nachfolgende Generation unsere Stadt noch als einen lebenswerten Standort genießen können!

 

Stadtbäume sind von unschätzbarem Wert. Sie produzieren nicht nur Sauerstoff und binden CO2, sondern kühlen durch Wasserverdunstung die Umgebungsluft ab, spenden Schatten, dienen als Schadstofffilter, fungieren als Lärmbremse, bieten zahlreichen Tieren einen Lebensraum, steigern die Attraktivität der Umgebung und haben für viele Menschen eine emotionale Bedeutung.
Wegen dieser vielfältigen Funktionen ist es besonders vor dem Hintergrund des Klimawandels und des Artensterbens geradezu unerlässlichen den Baumbestand in der Stadt als Naturkapital für die Zukunft zu sichern.
Dennoch genehmigte die Verwaltung in den letzten drei Jahren im bebauten Remscheider Stadtgebiet 678 Entfernungen von Bäumen, die durch die Baumschutzsatzung geschützt sind. Also Bäume, mit einem Umfang von mehr als 1,20 m. Die Anzahl der nicht genehmigungspflichtigen Fällungen, ist vermutlich sogar um ein Vielfaches höher.
Demgegenüber stehen gerade einmal 448 (geforderte) Nachpflanzungen im besagten Zeitraum und dass, obwohl es ohnehin mehrere hundert junge Bäume bräuchte, um die Leistungen eines großen Laubbaumes ad hoc zu ersetzen. Es müssten also deutlich mehr Bäume gepflanzt als gefällt werden, um den ökologischen Krisen unserer Zeit entgegenzuwirken! Tatsächlich ist es andersrum.
Zwar müssen kranke oder geschwächte Bäume manchmal entfernt werden und auch nicht jeder Standort eignet sich für Neupflanzungen, doch etwa 40 % der genehmigten Entfernungen der letzten drei Jahre standen im Zusammenhang mit Baumaßnahmen. Im Hinblick darauf, dass durch die veränderten Klimabedingungen immer mehr Bäume krankheitsanfälliger werden, ist es aber umso wichtiger die gesunden Bäume an guten Standorten zu schützen und sie nicht Baumaßnahmen zu opfern!
Die Baumschutzsatzung scheint dafür jedenfalls kein sonderlich geeignetes Instrument zu sein, denn 99,2% der beantragten Entfernungen geschützter Bäume wurden in den letzten drei Jahren genehmigt.
Besonders bitter ist es, wenn die Stadt selbst Baumfällungen in Auftrag gibt, um Platz für private Großprojekte oder Verkehrsmaßnahmen zu schaffen, die den Interessen der ökologischen Nachhaltigkeit diametral gegenüberstehen.
Vor dem Hintergrund dieser alarmierenden Zahlen und den umweltspezifischen Herausforderungen unserer Zeit fordert DIE LINKE Remscheid dem Erhalt von Stadtbäumen endlich mehr Priorität einzuräumen und effektive Instrumente zu deren Schutz zu entwickeln, damit auch nachfolgende Generation unsere Stadt noch als einen lebenswerten Standort genießen können!