Angela Merkel: »Der Aufschwung kommt bei den Menschen an, bei immer mehr Menschen.«

»Offenbar haben Sie nur Kontakt zu 10 Prozent der Menschen und zu 90 Prozent der Menschen nicht«, entgegnet Gregor Gysi der Kanzlerin auf deren Aufschwungsthese.

Wie lange werden Union und SPD noch die Augen vor den Fakten verschließen?

  • Fast ein Fünftel der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten geht mit weniger als 1.630 Euro brutto nach Hause.
  • 1,2 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind auf ergänzende Hartz-IV-Leistungen angewiesen, jeder zweite davon arbeitet Vollzeit.
  • Fast sieben Millionen Menschen sind geringfügig beschäftigt, davon fünf Millionen ausschließlich in Minijobs.
  • 300 000 Menschen arbeiten als Ein-Euro-Jobber.
  • 700 000 sind Leiharbeiter - doppelt so viele wie noch 2003.
  • Fast 2,5 Millionen Beschäftigte haben lediglich einen befristeten Arbeitsvertrag.
  • Über 2,7 Millionen Kinder leben heute in Armut.
  • Durch die Rente mit 67 droht einem Drittel der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zukünftig Altersarmut.

Als sich der Bundestag am 15. November 2007 mit dem Antrag befasst, in dem DIE LINKE für Arbeitlosengeld-IIBeziehende, Sozialhilfebeziehende und Asylsuchende eine
Weihnachtsbeihilfe in Höhe von 40 Euro fordert, stellen Vertreterinnen und Vertreter von Union, SPD und der FDP unter Beweis, wer für sie zu Gewinnern und Verlierern in Sachen Aufschwung zählt. Hier drei Stimmen:

  • Max Straubinger, CSU: »Jeder - ob ein Geringverdiener, ein Höchstverdiener oder ein ALG-II-Empfänger - muss sein persönliches Ausgabenverhalten nach dem ausrichten, was er zur Verfügung hat. Ich bin überzeugt, dass das möglich ist.«*
  • Heinz-Peter Haustein, FDP: »Wir leben in einem reichen
    Land. Deutschland ist reich. Ich lebe gern hier und stehe
    zu meinem deutschen Vaterland.«*
  • Gabriele Hiller-Ohm, SPD: »Bezahlen müssten das Ganze
    Bund, Länder und Kommunen. ... Was hier geschieht,
    das ist reiner Populismus«*


DIE LINKE wünscht der Kanzlerin und der SPD ein besinnliches Fest. Nutzen Sie die Zeit, sich auf Ihre christlichen und sozialen Werte zu besinnen! Und seien Sie sicher: DIE
LINKE wird auch 2008 denen eine Stimme im Bundestag geben, vor deren Sorgen und Nöten die Bundesregierung beharrlich die Ohren verschließt.
Mehr zum Thema im Internet unter www.linksfraktion.de.
* Quelle: Plenarprotokoll der 126. Sitzung des Deutschen Bundestages